Frauenkreis

Wir sind eine muntere Truppe von ca. 40 Frauen im Alter zwischen 50 und 80 Jahren.

Der Frauenkreis trifft sich im Winterhalbjahr von Mitte Oktober bis Mitte Mai, mittwochs 14-tägig im ev. Gemeindehaus.

Unser Programm ist sehr vielseitig und bunt. Neben Bibelarbeiten, zu denen wir teilweise auch unsere Pfarrer einladen, ist auch das Abendmahl im Frauenkreis ein wichtiger Punkt im Jahreslauf. Themen, die den Blick über den eigenen Tellerrand öffnen, sollen uns wach halten für die Probleme der Menschen um uns und in der weiten Welt, dazu gehört auch der Weltgebetstag, der uns mit Frauen in der ganzen Welt verbindet. Den Weltgebetstag gestalten wir mit dem Offenen Frauentreff und im Wechsel mit dem katholischen Frauenkreis. Mit unserer jährlichen Stollenbackaktion für den Bazar des Gustav-Adolf-Frauenkreises unterstützen wir die Arbeit des Gustav-Adolf-Werks. Ein weiterer Höhepunkt ist das Nachbarschaftstreffen der Frauen, bei dem wir einen ganzen Tag zu einem aktuellen Thema miteinander verbringen. Veranstalter ist der Frauenkreis Gerstetten im Wechsel mit dem Frauenkreis Altheim. Eine liturgische Wanderung, Liederabende, Autorenlesungen, Lebensbilder, bunte Abende und aktuelle Themen zur Gesundheit und Ernährung runden unser Programm ab. Höhepunkte sind der jährliche Ausflug, der uns meist in etwas weniger bekannte Gebiete führt, sowie Wanderungen zum Ferienbeginn und unsere Wanderung für Daheimgebliebene auf dem Jakobsweg. Bereits 12 mal fanden unsere beliebten Reisen statt. Unsere letzte große Reise führte uns auf den Spuren der Waldenser ins Piemont, wo wir herrliche Tage verbrachten.

 

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann schauen Sie doch bei uns herein. Wir freuen uns auf Sie. Das neue Programm beginnt im Oktober.

Wandertage 2017

Frohgemut bestiegen die 29 Teilnehmer der Wandertage des Ev. Frauenkreises den Bus, der sie in den  Südschwarzwald bringen sollte.

Das Regenwetter der vergangenen Tage machte schon ein Umplanen der geplanten Wanderung nötig. Und so wanderte die Gruppe auf dem alten Postweg zwischen Engen und Tengen immer auf der Wasserscheide Donau/Rhein entlang. Herrliche Ausblicke über die Hegauvulkane bis zu den Schweizer Alpen waren der Lohn.

Weiter ging die Fahrt zum Standquartier, dem Liborihof in Todtmoos-Lehen.

Am Dienstag wollten wir den Premiumwanderweg des Feldbergs erwandern, aber der Regen machte unsere Pläne zunichte. So machten wir uns nach der Morgenandacht in der Kapelle des Liborihofes auf den Weg nach Utzenfeld, wo wir in der Marmeladenmanufaktur der Fa. Faller zu einer Führung erwartet wurden. Nach einem Film, in dem uns Anlieferung, Sortierung und Verpackung gezeigt wurden, durften wir die Produktion besichtigen. In riesigen Kupferkesseln werden immer 100 kg Beeren oder Obst gekocht, handgerührt und dann abgefüllt und verpackt.

Ein sehr interessanter Vormittag ging zu Ende.

Nachmittags besuchten wir das Wiesentäler Textilmuseum in Zell im Wiesental. Sehr lebendig und anschaulich wurde uns die Entwicklung vom Handwebstuhl zu den mechanischen Webstühlen des 20.Jahrhunderts vor Augen geführt.

Welch eine Leistung haben unsere Vorfahren bei ohrenbetäubendem Lärm vollbracht?

Den Tag beendeten wir mit einem kurzen Abstecher zum Feldberg. Eisiger Wind wehte uns ins Gesicht, so dass gerne der schützende Bus aufgesucht wurde.

Der dritte Tag zeigte sich frühmorgens von der besseren Seite. Aber nach dem Frühstück und der Morgenandacht begann es doch zu nieseln. So machten wir uns auf den Weg zum Belchen, wo wir von unserem Wanderführer Wilfried erwartet wurden. Heftiger Regen und Sturm waren vorausgesagt, und so stand die Belchenbahn wegen Sturmwarnung still, das Belchenhaus war auch nicht geöffnet. Trotzdem wanderten wir auf der alten Fahrstraße den Berg hoch, wobei einige wegen des starken Windes vorzeitig umkehrten. Ganz unentwegte schafften es bis zum Belchenhaus, aber bis zum Gipfel schaffte es keiner, der Sturm war zu stark. Am späteren Nachmittag machten wir uns zu einer Fahrt ins ehemalige Kloster St.Trudpert im Münstertal auf.

Beeindruckt genossen wir die herrliche Fahrt durch das Münstertal. Auch das Wetter hatte mit uns Einsehen. Kein Regen und sehr milde Temperaturen. Nachdem wir die schöne Kirche und das Klosterareal besichtigt hatten, lockte ein Cafe mit einer Schwarzwälder Kirschtorte. Und schon gings auf dem gleichen Weg wieder heimwärts, wo wir nach einem köstlichen Abendessen, die Abende mit Singen und lustigen Einlagen in der Schwarzwaldstube verbrachten.

Und schon hieß es wieder Kofferpacken.

Eine letzte Wanderung bei strömenden Regen in Menzenschwand, ein Abstecher zum Wasserfall und eine Einkehr „beim Kuckuck“ beendete die Wandertage. Heimwärts ging es über die B 311.

Bei einer Abendeinkehr in Öpfingen bedankte sich Gerhard Blankenhorn im Namen aller Teilnehmer bei Ch. Junginger und M. Kallweit für die Planung und Durchführung der Tage.

M. Kallweit bedankte sich bei Busfahrer Özdemir für seine umsichtige Fahrweise.

Stätten der Reformation, Gartenträume und Backsteingotik

Herrliches Sommerwetter begleitete die 24 Reisenden des Evang. Frauenkreises auf ihrer Reise.

Das Augustinerkloster in Erfurt, in dem Martin Luther Mönch wurde, war das erste Ziel unserer Reise. Nach dem Zimmerbezug im Kloster entdeckten wir bei einer Stadtführung die Schönheit dieser Stadt mit ihrem Wahrzeichen, dem Dom St. Marien.

Der zweite Tag führte uns nach Eisleben, dem Geburts- und Sterbeort von Martin Luther. Beeindruckend ist die St.Petri-Pauli-Kirche. Sie ist die Taufkirche von Luther. Boden und Fenster nehmen die Bewegtheit des Wassers auf, die von einem großen Taufbecken im Boden ausgeht.

Weiter ging es ins Landesmuseum für Vorgeschichte nach Halle/Saale. Neben der berühmten Himmelsscheibe von Nebra wecken unzählige  weitere Objekte unser Interesse. Weiter geht die Fahrt durch endlose Felder mit blühendem Raps, weiten Getreidefeldern, blühenden Fliederhecken und unzähligen Windkraftanlagen nach Magdeburg.

Der dritte Tag begann mit einer Stadtführung in Magdeburg. Magdeburg wurde im 2. Weltkrieg stark zerstört. Wenige Häuser aus der Gründerzeit und der Dom, erbaut im 13. Jahrhundert überstanden den Krieg. Der Dom ist auch die Grablege Ottos des Großen. Beeindruckend die vielen alten Bäume in der Stadt und die großen Parkanlagen, teilweise anlässlich der BUGA 2015 neu geschaffen, ebenso das Hundertwasserhaus, „die grüne Zitadelle“ das letzte Werk des großen Künstlers. Nachdem wir auf eigene Faust die Stadt erkundet hatten, genossen wir die Schifffahrt auf der Elbe.

Am vierten Tag stand die große Rundfahrt auf der Straße der Romanik auf dem Programm. Die alte Hansestadt Stendal, Stadt der Backsteingotik mit ihrer alten astronomischen Uhr im Dom St.Marien, dann das idyllische Städtchen Tangermünde mit seinem wunderschönen Rathaus in filigraner Backsteingotik und einem wunderschönen Schloßpark am Elbufer, begeisterte alle.

Das Kloster Jerichow, der älteste Backsteinbau in Norddeutschland, strahlt in seiner Schlichtheit eine ungeheure Ruhe aus.

Weiter ging es durch die Havelregion nach Ribbeck zum Herrn von Ribbeck. Wer kennt es nicht, das Gedicht von Theodor Fontane über Herrn von Ribbeck? Meisterhaft vorgetragen von unserer Mitreisenden Margret Gökelmann. Ein Sturm hat den Birnbaum gefällt, der Baumstumpf wird in der Kirche aufbewahrt. Nachdem Schloß und Park wieder hergerichtet wurden, stifteten alle 16 Bundesländer einen Birnbaum für den Park.

Am fünften Tag erreichte die kühle Witterung auch Sachsen-Anhalt, aber es blieb trocken. Im 14 ha großen Luisium, einem der drei großen Parkanlagen im Dessau-Wörlitzer Gartenreich war es windgeschützt. Schloß und Garten wurden etwa 1775 für die Gattin des Fürsten Leopold v. Anhalt-Dessau errichtet, und dient bis heute als Erholungsort für die Bevölkerung.

Anschließend ließen wir uns von einer Dame, in mittelalterlichen Tracht gekleidet, durch die Lutherstadt Wittenberg führen. Überall spürt man, daß 2017 das große Reformationsjubiläum ansteht und alles schön renoviert wird. Beeindruckend die Kirche St.Marien mit dem dreiflügligen Reformationsaltar, geschaffen von Lucas Cranach d. Älteren und seinem Sohn. Das Lutherhaus und Melanchtonhaus, Wohn- und Sterbehaus des engsten Mitarbeiter Luthers waren weitere Stationen.

Die letzte Nacht verbrachten wir in der Nähe von Leipzig.

Höhepunkt am Pfingstsonntag war der Besuch des Gottesdienstes in der Thomaskirche in Leipzig.

Der Thomanerchor führte mit Musikern des Gewandhauses die Kantate zum ersten Pfingsttag von J.S. Bach auf. Ein echter Hörgenuss.

Nach dem Gottesdienst folgte noch eine Stadtführung in Leipzig. Auffallend waren die vielen schwarzgekleideten Menschen. „Leipzig in Schwarz“ feierte sein 25-jähriges Bestehen.

Die vielen Einkaufspassagen mit ihrer schönen Architektur boten Schutz vor Regen und dem kalten Wind. Leipzig, eine sehr schöne, reizvolle Stadt.

Nun hieß es endgültig Abschied nehmen. Die Heimfahrt bei fröhlicher Stimmung mit Liedern und Gedichten, wurde nur durch eine Abendeinkehr unterbrochen. Margot Frick sprach den Dank der Reisenden an die beiden Macherinnen Charlotte Junginger und Margret Kallweit aus. Ein herzliches Dankeschön gab es ebenfalls für den Fahrer der Fa.Grüninger, Herrn Özdemir.

Sechs wunderschöne Tage waren zu Ende. (Ch. Junginger)

Betriebsbesichtigung

Foto: T. Kienzler

Dr Becka Beck in Römerstein war das Ziel unserer diesjährigen Betriebsbesichtigung.

41 Interessierte folgten der Enladung und übten sich im Brezelschlingen und im Flechten eines Einstrangzopfes.

Herr Beck, Inhaber der Bäckerei, erklärte im Lager die Herkunft des Getreides, das alles von den umliegenden Gemeindekommt und reine Bioqualität hat. Lieferverträge sichern den Landwirten Abnahme und Preis.

Mancher Tipp vom Profi wurde preisgegeben und wird sicher zuhause ausprobiert.

Auch der bekannten Wimsener Höhlenstollen kommt aus dieser Backstube.

Nach der Kaffeepause entführte uns ein Film in die herrliche Alblandschaft. Wir wurden Zeugen von Anbau und Ernte von Alb-Dinkel, Alb-Weizen und Alb-Kräutern.

Köstlicher Duft erfüllte die Backstube und wir durften unsere selbstgeformten Brenzeln eintüten. Ein interessanter, kurzweiliger Nachmittag war zu Ende.

Frauenkreis Wandertage 2015

Bereits zum 9. Mal schnürten 28 wanderfreudige Teilnehmer die Wanderstiefel, um die herrliche Gegend des Südschwarzwaldes zu erkunden.

Bei herrlichem Sonnenschein führte uns die Fahrt über die Alb nach Geisingen. Dort starteten wir zu einer Wanderung auf den Wartenberg. Nach sehr steilem Anstieg belohnte uns eine herrliche Sicht auf die Mäander (Donauschleifen) der jungen Donau. Direkt an den Wartenberg schließt sich der Unterhölzer Wald an, das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet im Kreis Tuttlingen. Über die Wartenberger Allee führte der Weg durch alte Eichenbestände zum Jagdschloß der Fürsten zu Fürstenberg.

Weiter ging die Fahrt zu unserem Standquartier, dem Liborihof in Todtmoos-Lehen.

Eine Wanderung von der Tüllinger Höhe zur Burg Rötteln stand am 2. Tag auf dem Programm. Nachdem wir ausgiebig die tolle Sicht nach Frankreich und der Schweiz genossen haben, ging es über herrliche Wege, stets die Schwarzwaldberge vor Augen, zu einer der größten Burganlagen im badischen Raum. Nach einer Einkehr im Biergarten der Burg setzte der Regen ein und anstelle des Rückweges zu Fuß machten wir uns auf zur Erdmannshöhle bei Hasel.

Beeindruckende Tropfsteine bis zu eine Höhe von 4 m und wunderschöne Hohlräume sowie das Plätschern des Höhlenbaches begeisterten uns alle. Nur der Regen blieb uns treu. Anstelle der geplanten Wanderung besuchten wir am Mittwoch das Haus der Natur auf dem Feldberg. Die Führung mit dem Feldbergrancher war sehr interessant und lehrreich und zeigte uns allen die Besonderheiten des Feldberges auf. Nachmittags besichtigten wir das Besucherbergwerk Finstergrund zwischen Utzenfeld und Wieden. Unsere Führerin erklärte uns anschaulich, wie die Mineralien aus dem Gestein abgebaut wurden und wozu sie verwendet wurden. Die Grube wurde 1972 geschlossen. Die Abende verbrachten wir mit singen, heiteren und besinnlichen Gedichten in der Schwarzwaldstube des Liborihofes.

Und schon hieß es wieder Abschied nehmen. Nach der täglichen Morgenandacht in der Hauskapelle und dem Verladen des Gepäcks ging es zur letzten Wanderung.

Ein Teilstück des Schluchtenweges stand auf dem Programm. Von Todtmoos aus wanderten wir durch die kleine, aber feine Hohwehraschlucht und herrliche Waldwege nach Unteribach. Dort wurden wir von unserem Busfahrer erwartet.

Nach einer kurzen Kaffeepause, vorbereitet von einigen Nichtwanderern, ging es in zügiger Fahrt Richtung Heimat. Die Abendeinkehr erfolgte im Raum Ehingen.

Im Namen aller Teilnehmer bedankte sich Margarete Gökelmann bei Charlotte Junginger und bei Margret Kallweit für die Organisation dieser Wandertage.

Margret Kallweit bedankte sich bei unserem Fahrer, Herrn Özedmir, für seine gute Fahrweise. Vier erlebnisreiche Tage waren zu Ende. (Ch.J.)