Orgel der Michaelskirche

Die Michaelskirche besitzt eine historische Orgel der Giengener Orgelbaufirma Link (op. 7) aus dem Jahr 1853. 

Im Rahmen eines von Helmut Bornefeld veranlassten Umbaus wurde die technische Anlage weitgehend beibehalten und 1981 bei einer Generalreinigung überholt. 

Im Rahmen der Kirchenrenovierung 1994 wurde die auf dem Dachboden befindliche Kastenbalganlage mitsamt der seitlich an der Orgel angebrachten Tretvorrichtung wiederhergestellt. Im Zuge dieser Maßnahme wurde das Pfeifenwerk reorganisiert und versucht, die historische Originaldisposition wiederherzustellen. 

Bei der Intonation wurden die ursprünglich 1939 zupolierten Kernstiche wieder behutsam geöffnet, was der dem Orgelwerk wieder seine hochromantische Strahlkraft verlieh. 

Im Rahmen der Dacherneuerung der Michaelskirche in den Jahren 2017/2018 soll die Orgel grundlegend gereinigt und einige Register neu intoniert werden, um die Disposition noch mehr ihrem Ursprungszustand anzupassen. 

Disposition der Michaelskirchenorgel

I. Manual C-f³II. Manual C-f³Pedal C-d'
Principal 8'Doppelgedeckt 8'Subbass 16'
Viola di Gamba 8'Salicional 8'Violonbass 16'
Gedeckt 8'Dolce 4'Oktavbass 8'
Oktav 4'Traversflöte 4'
Oktav 2'Koppeln: II/I, I/P, II/P
Mixtur 3f. 2 2/3'mechanische Kegelladen

Orgel der Nikolauskirche

Die Orgel der Nikolauskirche befindet sich im Turmraum und ist in die Kirchenwand eingelassen. 

Im Jahr 1971 wurde die Orgel durch die Giengener Orgelbaufirma Link als Opus 925 mit zwei Manualen und 15 klingenden Registern nach Plänen des Heidenheimer Kirchenmusikdirektors Helmut Bornefeld in die Nikolauskirche eingebaut.

 Disposition der Nikolauskirchenorgel

HauptwerkPositivPedal
Quintade 16'Gedackt 8'Untersatz 16'
Rohrpommer 8'Rohrflöte 4'Offenflöte 8'
Prinzipal 4'Prinzipal 2'Choralflöte 4'2'
Rauschharfe 4', 2 2/3'Hörnlein 1 3/5', 1 1/7
Hohlflöte 2'Gemnsanat 1 1/3'

Mixtur 4-5-fach 1 1/3'

Tremulant

Zimbel 3-fach 1/2'

Tremulant

Orgel der Jakobuskirche

Die Orgel der Sontberger Jakobuskirche stammt aus der Orgelfabrik der Gebrüder Schäfer in Göppingen und wurde 1858 angefertigt. 

Sie hat sechs klingende Register, ein Manual und ein halbes Pedal. 

Von 1858 bis 1972 stand die Orgel im Altarraum der Bräunisheimer Kirche (s.u.). Das Gehäuse war ursprünglich weiß und wurde erst 1910 farbig bemalt. 

1972 wurde die Orgel nach Sontbergen, das bis 1977 kirchlich noch zu Bräunisheim gehörte, verkauft, da im Rahmen einer Kirchenrenovierung in Bräunisheim ein Orgelneubau auf der Empore vorgesehen war. 

Die Sontberger Orgel ist die einzige noch im Originalzustand vorhandene - also nicht barockisierte - Orgel der Göppinger Orgelbauer Schäfer. 

1992 erhielt die Orgel im Zuge der von der evangelischen Kirchengemeinde veranlassten Renovierung wieder ihre original Zinnpfeifen. Die ursprünglichen waren bereits im ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken entnommen und durch verzinkte Blechpfeifen ersetzt worden. 

Die Orgel an ihrem ursprünglichen Standort in Bräunisheim

Photographie aus dem Jahr 1925.