19 „Jubelkonfirmand*innen“ feierten an Himmelfahrt in der Michaelskirche Goldene bzw. Diamantene Konfirmation

„Ein Klick lohnt sich immer“: Wer dieser Empfehlung der Evang. Kirchengemeinde folgt, findet unter dem Stichwort „Konfirmation“ die Fotos nahezu aller Konfirmandenjahrgänge der letzten 119 Jahre. 1969 ließ sich Pfarrer Dieter Roser mit den damals 14-Jährigen Konfirmanden ablichten, die sich, den modernen Strömungen folgend, bereits im kurzen Rock vor den Altar trauten. 1959 ging dies noch nicht. Pfarrer Bieler hatte 15 brav gescheitelte junge Burschen und 8 herkömmlich gekleidete Mädchen aus Anlass ihrer Konfirmation auf der Kirchentreppe um sich versammelt.
Fünf ehemalige, vom Nachkriegsdeutschland geprägte Frauen und Männer, standen am Sonntag, in der Michaelskirche erneut vor dem Altar, um im Zeichen ihrer diamantenen Konfirmation auf die 60 Jahre zurück zu blicken, die sie inzwischen gemeistert haben. Vierzehn der Ehemaligen waren mit ihrer Einsegnung 10 Jahre später dran. Sie sind inzwischen 64 Jahre alt und feierten ihre goldene Konfirmation. Nicht alle aber hatten sich am Sonntag dem feierlichen Einzug in die Kirche angeschlossen. Einige von ihnen hatten der Kirche den Rücken gekehrt und etliche der ehemaligen Schulkameraden leben im Ausland oder sie leben nicht mehr. Den meisten der ehemaligen Konfirmanden , so erhoffte es sich Pfarrer Michael Maisenbacher, „war der Glaube eine Stütze“. Die Allmacht Gottes vergleiche Christus in der Bibel mit einem Weinstock. „Ihr aber seid die Reben“, empfehle die Bibel den Gläubigen. Sie mögen Frucht bringen. Reben könnten sich aber nur dann entwickeln, wenn der Weinstock fest verwurzelt sei und Saft ziehe.
Die ökumenisch zusammen gesetzte Chorformation „Cappella Chamäleon“ hatte unter der Leitung ihres Dirigenten Marcus Willfahrt, zusammen mit einer Gesangssolistin und einer Instrumental-und Schlagwerkgruppe die Feier mit Gospels bereichert. Sauber in Sprache und Ton gelangen den Sängerinnen und Sängern die Lobgesänge und beeindruckend empfanden die Gottesdienstbesucher auch die Gesangseinlagen der Solistin.
Als ein kleines Präsent der Kirchengemeinde erhielt jeder der Jubelkonfirmanden aus der Hand Maisenbachers den einstigen Segensspruch zu seiner/ihrer Konfirmation. Er solle sie auch weiterhin durch ihr Leben begleiten. Eine Rose für jeden gab es aus der Hand von der Vorsitzenden Claudia Matzkovits. (Ulrich Bischoff).