Seniorenfeier 2018

Regenschauer und Sturmböen konnten die Senioren der evang. Kirchengemeinde am Sonntag nicht davon abhalten, den Saal des Gemeindehauses an der Schillerstraße fast bis auf den letzten Platz zu füllen. Dort hatte ihnen der Kirchengemeinderat zusammen mit einem Helferteam eine festlich gedeckte Tafel hergerichtet. Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie die Ratsmitglieder hatten sich bereitwillig die Servierschürzen umgebunden. Für Pfarrer Michael Maisenbacher kam der vierte Heilige König aus Russland. Seine tragisch verlaufene Geschichte beeindruckte, ebenso wie die zahlreichen christlichen Symbole, die der Geistliche in Bildern gesammelt hatte und per Beamer vorstellte. Von der Bedeutung des Christbaumes über den Apfel als Christbaumschmuck der es als ursprüngliches Symbol des Sündenfalles durch die Geburt Christi zu einem Zeichen des kommenden Paradieses gebracht hat, den roten Kreis als weltumspannendes Zeichen des christlichen Glaubens bis hin zu Weihekreuz und Christusmonogramm. Elisabeth Dauner vertrat am Sonntag Bürgermeister Roland Polaschek berichtete von Familien, die gerne wieder nach Gerstetten zurückkämen und Baugelände suchten. Neben ihrem Wunsch auf eine stetige Weiterentwicklung Gerstettens waren Dauner die anstehenden Kommunalwahlen im Mai 2019 wichtig. Für sie gelte es zu werben und Kandidaten zu gewinnen. Lange genug sei sie inzwischen Gemeinderätin und erinnere sich noch gut an Zeiten „in denen wir jeden Nickel umdrehen mussten“. Inzwischen könne man dank der Ansiedelungen wichtiger mittelständischer Unternehmen wieder Millionen investieren. Neben einem Rückblick auf das kirchliche Leben des zu Ende gehenden Jahres, den Michael Maisenbacher vermittelte, kamen am Sonntag etliche musikalische Talente zu Wort. Der breit besetzte Posaunenchor bewegt sich unter seinem Dirigenten Sebastian Jäger auch weiterhin im Steilflug und bereicherte die Feier mit von einer Fülle vertraut klingender Weihnachtsliedern, zu denen gerne mitgesungen wurde. Annalena F. und Julia J. erspielten als bereits bühnenreifes Duett mit Geige und Saxophon Sympathien, ebenso das bereits fortgeschrittene Bläserquartett mit T. und J. Schied, die zusammen mit den Gerstetter Konfirmanden Miriam B. und Frederik B. musizierten. Jugend-Musiziert-Preisträgerin Linda R. spielte am Klavier Debussys „Clair de Lune“ und brachte vor allem mit dem 1. Satz aus Beethovens Mondscheinsonate ihr Publikum zum Schwelgen.
Die beiden „Straßenkehrer“ zählen seit Jahren schon zu den Zugnummern der Seniorennachmittage. In orangefarbenen Arbeitsanzügen traten sie am Sonntag auf. Die Tribüne hatten sie zuvor mit einer Litfaßsäule bestückt. Vizebürgermeisterin Elisabeth Dauner lächelte nachsichtig, als Siegfried Frey und Ingrid Pfeifer-Nieß die Kommunalpolitikerin daran erinnerten, dass das grundsolid gebaute Bahnhotel 112 Jahre alt sei und nach dem sechsten Pächterwechsel immer noch stehe, während man „anderswo“ Turnhallen bereits nach 30 Jahren abbreche. Süßmost, Tetrapacks und Bürgermeisterwahl spielten beim „Hoirles“ der beiden Kabarettisten ebenso eine Rolle, wie sie sich fragten, ob die vor den Eglenseen vorgesehene Schranke den Verkehr der Frösche beruhigen soll. Sollte die Beruhigung den Menschen gelten, empfahlen die Straßenkehrer dem Bauhof eine funkgesteuerte Schließe mit Internet-Anschluss.
Am Schluss einer überaus kurzweiligen wie abwechslungsreichen Seniorenfeier verabschiedete Kirchengemeinderatsvorsitzende Claudia Matzkovits die Gerstetter Senioren in eine besinnliche Adventszeit und wünschte Ihnen bis zum nächsten Wiedersehen Gottes reichen Segen.
Ulrich Bischoff mit Ergänzungen des Pfarramtes Gerstetten.